Spuren •
Die Themen meiner Arbeit und meiner künstlerischen Konzepte befassen sich mit den Beziehungen zwischen Menschen und ihrem urbanen, sozialen und kulturellen Umfeld. Im Fokus stehen Themen wie Identität, Übergänge, Grenzen, Zeit, Leere und Einsamkeit. Auch Themen wie psychische Erkrankungen, Sexualität und Geschlecht werden behandelt. In den letzten Jahren fließen zunehmend philosophische Ideen und autobiografische Elemente in die Umsetzung dieser Themen ein. Die verwendeten Stilmittel reichen von konzeptuell, minimalistisch, metaphorisch, symbolisch und abstrakt bis hin zum Realismus. Ziel ist es, diese Themen oder Objekte zu isolieren, zu katalogisieren, zu analysieren und detailliert zu untersuchen. Der Kontext, in dem sie sich befinden, wird eingehend erforscht, ebenso wie ihre Unterschiede zwischen verschiedenen Orten, Nachbarschaften oder Gemeinschaften. Schließlich wird untersucht, wie sie miteinander in Beziehung stehen und vernetzt sind. Daher achte ich besonders auf die offensichtlichen und subtilen Details in den Umgebungen, die wir gestalten oder bewohnen. Meine Interpretationen sind letztlich eingebettete Experimente, die auf abwechselnden Beobachtungen und Analysen unserer sichtbaren und unsichtbaren Umwelt sowie unseres menschlichen Verhaltens beruhen.
Eine andere Wahrnehmung der Welt •
Meine persönlichen Probleme mit chronischen psychischen Erkrankungen, Hörproblemen und anderen, in der Vergangenheit aufgetretenen gesundheitlichen Problemen beeinflussen auch meine Arbeit. Unter bestimmten Umständen können die chaotischen Situationen, Geräusche, Stimmen und Visionen in meinem Kopf einen temporären Raum erschaffen, in dem sich die Dinge anders verhalten, handeln und interagieren und nicht den normalen Regeln des Alltags gehorchen. Meine alltägliche Umgebung wird zu einem rituellen Raum, in dem Dualismus und selbstverständliche Alltagsdinge plötzlich zusammenbrechen, sich auf den Kopf stellen, sich überlagern und miteinander in Resonanz treten: • Anwesenheit-Abwesenheit, • wahr-falsch, • Materie-Imagination, • Wahrnehmung-Halluzination.
Einige Eckdaten
1959, Köln, Deutschland
Wohnort/Arbeitsort
Derzeit wohnhaft in Den Haag, Niederlande. Seit 1977 hat er im Laufe seiner künstlerischen Laufbahn in verschiedenen Ländern auf fünf Kontinenten gelebt und gearbeitet.
Arbeitsbereiche
Interdisziplinär & Multimedia > Installation / Land Art / Video / Fotografie / Performance / Klangkunst / Druckgrafik / Soziale Skulptur
Ausbildung
1977–1981 Dun Laoghaire School of Art and Design (heute IDAT), Dublin, Irland, Master of Fine Arts (MFA) in Bildhauerei und Druckgrafik
1975–1977 Fachoberschule für Druckgrafik und Gestaltung, Köln, Deutschland
Lehrtätigkeit
Lehrtätigkeiten an Bildungseinrichtungen: 1979–1981 Dublin (Irland), 1992–1995 Taipeh (Taiwan) und 2008–2010 Den Haag (Niederlande)
Aktivitäten
Regelmäßige Teilnahme an Ausstellungen, Projekten sowie Video- und Filmfestivals in Europa, Fernost, Südostasien, dem Nahen Osten, Nord- und Südamerika, der Karibik, Afrika und Australien. 1981
Konzepte
Seit 2023 Entwicklung und Umsetzung interdisziplinärer Projekte mit einer signifikanten Veränderung der künstlerischen Visionen und Konzepte. • Einzelprojekte ohne künstlerische Zusammenarbeit mit Dritten • Philosophische Reflexionen über Zen, Buddhismus und die japanische Ma-Philosophie sind stärker in das künstlerische Konzept integriert. • Ebenso treten autobiografische Elemente und Reflexionen über psychische Erkrankungen und Hörprobleme in den künstlerischen Visionen stärker in den Vordergrund.
Interdisziplinär / Interkulturell / Zusammenarbeit
2014 Zusammenarbeit mit der Solotänzerin Tsai Hsin Ying und dem Performancekünstler Kao Yu I im Projekt „Silent Crossing Border“ im Soulangh Cultural Park in Tainan, Taiwan. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden erste Videoarbeiten und Performancestücke. Seitdem wurden weltweit interkulturelle und interdisziplinäre Kooperationsprojekte mit Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Literatur realisiert.
Soziale Skulptur / Gesellschaftlich engagierte Kunst / Workshops
2014 fand im Rahmen des Projekts „Silent Crossing Border“ im Soulangh Cultural Park (Tainan City, Taiwan) ein Land-Art-Workshop für 200 Grundschulkinder aus drei Schulen statt. 2016/2017 wurde in Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogin Denise Dröge (Berlin) ein Workshop/Projekt zur sozialen Skulptur für Kinder entwickelt. Dieser Workshop richtete sich auch an Kinder und Jugendliche mit Autismus, familiären Problemen und Fluchterfahrung. 2017 wurde das Projekt „Soziale Skulptur“ in einem Workshop für Erwachsene und Studierende im Museum für Nonkonformistische Kunst in St. Petersburg weiterentwickelt. Beide Workshops wurden seither weltweit durchgeführt. Die Durchführung der Land-Art- und Sozialskulptur-Workshops führte zur Entstehung weiterer gesellschaftsorientierter Kunstprojekte.
Ton & Klang – Stimmen in meinem Kopf
2022 Teilnahme am Klangprojekt „Autistic Interiors“ in Den Haag, Niederlande. Leitung: die deutsche Klangkünstlerin Anne Wellmer. Klang wird zu einer neuen Disziplin und einem neuen Medium.
Vor 2014
2008–2013
Starker Fokus auf Fotografie und Experimente mit bewegten Bildern. Erste abstrakte Linol- und Nadeldrucke.
2007–2008
Aufgabe von Malerei und traditioneller Bildhauerei. Erste Land-Art- und Installationsobjekte. Wiederaufnahme der Fotografie als Medium.
2004–2007
Die Werke werden abstrakter. Mischtechniken mit Papiercollagen und Malerei werden zu einem wichtigen Bestandteil des Œuvres.
1981–2004
Abschluss an der Kunstschule in 1981. Diverse Praktika in Bildhauerei und Schmiedekunst. Arbeitsbereiche: Malerei, Bildhauerei und Druckgrafik.
Lebenslauf und eine Liste mit Ausstellungen, Residenzen usw. ... als herunterladbare PDF-Dateien