Audiovisual / Video / Ton / Performance / Video-Poesie
Leere Zeiten – Leere Räume bei Faber Andorra – Die Kollaborationen
Wie bereits erwähnt, beschäftigt sich dieses Residenzprojekt mit den Konzepten von Leere und Leere und basiert auf den philosophischen Gedanken und Ideen von Ma und Zen aus Fernost.
Ursprünglich war das gesamte Projekt als Soloprojekt geplant und umfasste lediglich einen Workshop zum Thema Soziale Plastik.
Kurz vor meinem Aufenthalt und Projektbeginn ergaben sich jedoch Möglichkeiten zur gleichzeitigen Zusammenarbeit mit drei lokalen Künstler*innen. Das Konzept wurde daher angepasst und das Projekt in mehrere Teile gegliedert. Es besteht nun aus verschiedenen Gemeinschaftsarbeiten.
Mit jeder Künstlerin arbeitete ich an einem anderen Projekt: einem audiovisuellen (Ton-/Video-)Projekt mit dem Titel „Circadian Silence“ in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin und bildenden Künstlerin Nathalie Launay. Dieses Projekt mit ihr war mir besonders wichtig, da wir voneinander lernten und begannen, unsere künstlerischen Konzepte und Visionen zu überdenken.
Die beiden anderen Gemeinschaftsprojekte waren ein visualisiertes Gedicht (Videogedicht) mit dem Titel „El pes i el buit del temps“ in Zusammenarbeit mit der Dichterin Fabiola Sofia Masegosa.
Das dritte Projekt war eine Performance mit dem Titel „Space between empty and full“, die in Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Emma Regada entstand und die Konzepte von Leere und Fülle anhand von Wasser als Hauptmedium erforschte.
Dadurch gewannen das gesamte Projekt und die Konzepte von „Empty Times – Empty Space“ sowohl intellektuell als auch künstlerisch an Bedeutung und Interpretationstiefe.
Circadian Silence
„Circadian Silence“ in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin und bildenden Künstlerin Nathalie Launay. Dieses Projekt mit ihr war mir besonders wichtig, da wir voneinander lernten und begannen, unsere künstlerischen Konzepte und Visionen zu überdenken.
„Circadian Silence“ lädt uns ein, dem unsichtbaren Rhythmus zu lauschen, der sich in jedem Lebewesen entfaltet – einer Zeit, die in unseren Zellen atmet, jenseits von Uhren, Maßen und Produktivität. Das Werk besteht aus der genetischen Sequenz des CLOCK-Gens, einem der Hauptregulatoren des zirkadianen Rhythmus – der molekularen Uhr, die den Wechsel von Tag und Nacht, Wachheit und Ruhe steuert. Seine Sequenz wird zu einer musikalischen Architektur, einer Transkription der inneren Zeitlichkeit des Lebens. Wenn das Gen spricht – durch seine Exons, die codierenden DNA-Abschnitte – entsteht Klang: Präsenz, Vibration, Aktivität. Jeder Klangabschnitt ist in Codons geformt, in Dreiergruppen von Tönen, die den Nukleotid-Tripletts entsprechen, durch die sich lebende Materie in Proteine übersetzt. Zwischen diesen aktiven Bereichen liegen die Introns – einst für leer gehalten. Hier ist die Stille von Spuren der biologischen Welt erfüllt: ein Herzschlag, ein Atemzug, eine Stimme, Fragmente der körpereigenen Erinnerung. Das Stück entfaltet sich als kontinuierliche Atmung von Klang und Pause, Code und Körper – ein Meditation über die unsichtbaren Kreisläufe, die das Leben erhalten.
space between empty and full with Emma Regada
El pes i el buit del temps by poet Fabiola S. Masegosa